Meine Erfahrung mit der Coop Supercard Kreditkarte
Ob beim Wocheneinkauf oder an der Tankstelle: Die Coop Supercard kennt in der Schweiz jede und jeder. Aber wusstest du, dass sich hinter dem Treueprogramm auch zwei Zahlungsmittel verstecken: eine Kreditkarte und eine Prepaid-Karte? Ich habe mir beide genauer angeschaut und sage dir, ob sie einen Platz in deinem Portemonnaie verdienen.
Inhaltsverzeichnis Coop Supercard Kreditkarte
Drei Optionen bei den Coop Supercard-Karten
Coop bietet dir die Wahl zwischen drei Varianten:
- VISA Kreditkarte
- Mastercard Kreditkarte
- VISA Prepaidkarte
Herausgegeben werden alle drei von Topcard, inklusive Security App und 3D Secure fürs Online-Shopping. Sicherheitstechnisch also auf der Höhe der Zeit.
Beantragen kann ein Coop Supercard Kreditkarte jede in der Schweiz wohnhafte Privatperson über 18 Jahren.
Die Voraussetzungen für eine Coop Supercard Kreditkarte
Für jede Kreditkarte brauchst du eine ausreichende Bonität. Das ist auch bei der Coop Supercard Kreditkarte der Fall. Der Kartenherausgeber, Topcard, prüft deine finanziellen Möglichkeiten und bietet dir eine auf dein Budget abgestimmte Kreditlimite an. Sollte deine finanzielle Möglichkeiten eingeschränkt sein, gibt es auch die Möglichkeit einer Prepaidkarte, für die keine Bonitätsprüfung erforderlich ist.
Was du beim Antrag bereithalten solltest:
- Angaben zu deinem Einkommen
- Angaben zu deinem Wohnsitz
- Pass oder Identitätskarte
- Ein fixes Mindesteinkommen gibt es nicht
Mit diesen Angaben kannst du den Online-Antrag mit Online-Identifikation (Video-Ident) vollständig digital abschliessen. Lästiges ausdrucken und zur Post laufen braucht es nicht mehr.
Die Kreditkarte: Dein solider Alltagsbegleiter
Fangen wir mit dem Wichtigsten an: Die Coop Supercard Kreditkarte kostet keinen einzigen Franken Jahresgebühr. In einem Markt, wo viele Anbieter noch immer eine Rechnung für die reine Existenz einer Karte schicken, ist das ein handfester Pluspunkt.
Bei jeder Zahlung sammelst du zusätzlich automatisch Superpunkte quasi nebenbei, ohne dass du etwas dafür tun musst.
- Bei Coop und Partnergeschäften: 1 Superpunkt pro CHF 1.- Umsatz, durch Scannen der Supercard beim Bezahlen bzw. der normalen Basispunkte.
- Überall sonst: 1 Superpunkt pro CHF 3.– Umsatz
Ausserhalb von Coop ist die Ausbeute an Superpunkten zwar kleiner, aber verglichen mit der klassischen Supercard und vielen weiteren Kreditkarten von anderen Banken, die ausserhalb des Coop-Kosmos gar keine Punkte bringt, ist das immer noch ein Bonus obendrauf. Dein Streaming-Abo, dein Znacht im Restaurant, dein Online-Einkauf – bei allen Ausgaben weltweit sammelst du automatisch mit.
Dazu funktioniert die Karte problemlos mit Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay.
Die Prepaid-Karte: Für alle mit einem Kontrollbedürfnis
Die Prepaid-Version spricht ein anderes Publikum an. Hier steht nicht Punktesammeln im Fokus, sondern Kontrolle. Du lädst dein Guthaben selber auf und kannst dadurch schlicht nicht mehr ausgeben, als effektiv vorhanden ist. Kein Verführungspotenzial, keine potenziellen Schulden.
Das macht sie besonders spannend für junge Leute oder alle, die (noch) keinen Zugang zu einer klassischen Kreditkarte haben. Das Aufladen kostet eine Gebühr: von 1% vom Ladebetrag (mind. CHF 3).
Und auch hier gilt: Du sammelst Superpunkte. Mit der Kombination schlägt die Coop Supercard Prepaid-Kreditkarte die meisten anderen Prepaid-Angebote auf dem Schweizer Markt.
Stell sie dir vor wie eine Kreuzung aus Debitkarte und Kreditkarte, mit dem Bonus, dass sie fest im Coop-Ökosystem verankert ist.
Der eigentliche Clou: Cashback im Coop-Ökosystem
Der grösste Trumpf der Supercard-Karten ist meiner Erfahrung nach die enge Verzahnung mit allem, was Coop ausmacht. Kaufst du sowieso regelmässig dort ein, steigt dein Nutzen automatisch mit. Auch bei Einkäufen in allen anderen Geschäften sammelst du Superpunkte.
Über die digitale Zahlkarte der Supercard App kannst du deine gesammelten Punkte direkt für Lebensmittel einlösen. Das fühlt sich in der Praxis an wie ein Rabatt oder Geschenk auf Ausgaben, die du ohnehin hättest. Damit ist der Bonus der Coop Supercard Kreditkarte viel greifbarer als bei den meisten anderen Bonusprogrammen.
Zusätzlich gibt’s bei der Kreditkarte eine kostenlose Reiseunfall- und Flugunfallversicherung sowie 15% Rabatt bei Europcar. Über Aktionen mit Multiplikatoren und personalisierten Angeboten lässt sich deine Ausbeute nochmals ausbauen.
Genau hier zeigt sich der Charme der Supercard: Du kannst sie auf Autopilot laufen lassen und trotzdem profitieren. Oder du optimierst aktiv und holst noch mehr raus. Beide Optionen haben bei meinen Tests gut funktioniert.
Die Vorteile der Coop Supercard Kreditkarte
- Keine Jahresgebühr: Kostenlos, egal ob Visa, Mastercard oder Visa Prepaid.
- Faire Fremdwährungsgebühr: Keine Bearbeitungsgebühren bei Zahlungen mit Fremdwährungen im Ausland. Zahle immer in der ausländischen Währung, um unnötige Gebühren im Ausland oder bei ausländischen Webshops zu vermeiden.
- Superpunkte sammeln
- Apple Pay, Google Pay, Mobile Payment
- 15% Rabatt bei Europcar-Mietwagenbuchungen
- Partnerkarte gratis
Die Nachteile der Coop Supercard Kreditkarte
Ganz ehrlich, perfekt ist keine Karte. Die Prepaid-Variante verlangt Gebühren beim Aufladen und der Gegenwert deiner Punkte bleibt fest an Coop gebunden.
Auch fallen Gebühren bei Zahlungen in CHF im Ausland an, was sich schnell zu einer kleinen Summe auf Reisen ansammeln kann. Daher am besten immer in der ausländischen Währung direkt bezahlen, auch bei Online-Shops mit Sitz im Ausland.
Für die meisten von uns sind das aber keine Knackpunkte. Die fehlende Jahresgebühr und die fairen Kosten bei Fremdwährungen wiegen diese Einschränkungen auf.
Wichtig ist einfach, die Karte richtig einzuordnen: Sie will nicht die schickste oder am meisten optimierte Lösung am Markt sein. Sie will im Alltag einfach funktionieren und ohne grossen Aufwand automatisch Cashback in Form von Superpunkten bescheren.
Diese drei Fehler solltest du mit der Coop Supercard Kreditkarte vermeiden
- Bargeldbezüge am Automaten kosten dich 3,75 %, mindestens aber CHF 5.– pro Bezug.
- Teilzahlungen deiner Rechnung: Rund 12% Zinsen fressen deinen Vorteil sofort wieder auf und schnell verlierst du den Überblick, was du eigentlich ausgegeben hast.
- Wenn du im Ausland bist, dann bezahle nicht in CHF sondern in der jeweiligen Fremdwährung, um Gebühren zu sparen.
Hältst du dich an diese drei Punkte, nutzt du das volle Potenzial einer kostenlosen Kreditkarte mit automatischem Cashback.
Die Cooper Supercard Kreditkarte im Ausland
Auf Reisen funktionieren beide Karten tadellos, egal ob im Geschäft oder online. Bei meinem Test hat alles so funktioniert, wie bei jeder anderen Visa- oder Mastercard.
Die Coop Supercard Kreditkarte verrechnet in beiden Varianten keine Bearbeitungsgebühr bei Fremdwährungen, was sie im Vergleich zu anderen Kreditkarten ohne Jahresgebühr positiv abhebt. Beim Bezahlen in Fremdwährungen mit der Coop Supercard Kreditkarte wird ein marktüblicher Umrechnungskurs angewendet, der in der Regel leicht über dem Geldwechselkurs liegt. So kannst du, wenn du die Kreditkarte im Ausland nutzt, ausserdem auch noch weiterhin Superpunkte sammeln.
Beim Hinterlegen der Kaution für Mietwagen wird meist nur die Supercard Kreditkarte und nicht die Prepaid-Karte vom Mietwagenverleiher akzeptiert.
Mein Fazit zur Coop Supercard Kreditkarte
Meiner Erfahrung nach sind die Coop Supercard Kreditkarte und ihre Prepaid-Schwester keine Show-Karten mit vielen unübersichtlichen Goodies. Genau das ist ihre grösste Stärke. Sie bieten eine simple, verlässliche Lösung, die für den Alltag der meisten Menschen in der Schweiz bestens passt.
Die Kreditkarte ist dabei klar die attraktivere Wahl und erfüllt als Basiskarte ihren Zweck. Die Prepaid-Variante eignet sich, wenn du volle Kontrolle über deine Ausgaben willst oder aus Bonitätsgründen nur diese Variante in Frage kommt.
Bist du sowieso Coop-Kundin oder -Kunde, kannst du mit den Kumulierten Superpunkten ordentlich sparen. Und auch wenn du die Karte nur wenig nutzen willst, ist sie eine praktische Wahl, da keine Jahresgebühr anfällt.
Häufige Fragen zur Coop Supercard Kreditkarte
Ja, komplett ohne Jahresgebühr.
Ja, weltweit, online wie offline. Auf Zahlungen in Fremdwährungen werden dabei keine Bearbeitungsgebühren fällig, was sie sehr attraktiv macht.
Bei der Kreditkarte zahlst du monatlich den ausgegebenen Betrag nachträglich per Rechnung, bei der Prepaid-Karte lädst du zuerst Guthaben auf. Prepaid gibt dir mehr Kontrolle, die Kreditkarte ist im Alltag meist praktischer.
Die Karte selbst schon, aber beim Aufladen fallen Gebühren an (1%). Das macht sie für viele weniger attraktiv als die Kreditkartenvariante.
Nein. Du bekommst Superpunkte gutgeschrieben, die du hauptsächlich bei Coop einlösen kannst.
Es gibt Karten mit höherem Cashback, die aber ein kompliziertes Ökosystem geschaffen haben. Durch die Einfachheit, fehlende Jahresgebühr und die enge Coop-Anbindung ist die Coop Supercard Kreditkarte eine starke Option.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Coop. Bei der Erstellung der Inhalte war ich frei. Er gibt meine persönlichen Erfahrungen und Meinung wieder.
